Tomaten selber ziehen: Paradiesäpfel im Garten anbauen

Tomaten selber anzubauen und zu ernten lohnt sich für jeden Hobbygärtner, allein schon weil der Geschmack der eigenen Tomaten so viel besser ist, als der ihrer Verwandten aus dem Supermarkt. Diese wurden nämlich i.d.R. so gezüchtet, dass sie lange Transportwege gut überstehen und in der Auslage so lange wie möglich gut aussehen. Der Geschmack der Tomaten steht nicht an erster Stelle.

Viele kommerziell hergestellte Tomaten werden z.B in einer erdlosen Umgebung unter Verwendung einer künstlichen Nährlösung gezüchtet und werden geerntet, bevor sie reif sind. Allein diese beide Praktiken führen dazu, dass die Tomaten zwar gut aussehen, aber eben nicht gut schmecken. Sie erreichen einfach nicht die Komplexität in der chemischen Zusammensetzung und damit die geschmackliche Tiefe.

Man könnte sogar sagen, dass selbstgezogene Tomaten gesünder sind weil sie oft mehr Lycopin enthalten. Dieser rote Farbstoff in der Tomate soll z.B. bei Bluthochdruck helfen, weil es die Gefäße weitet oder auch eine erhöhte Thromboseneigung senken. 

Die Herkunft der Tomatenpflanzen

Von der Wildtomate bis hin zu Hochleistungszüchtungen - mehr als 2800 Tomatensorten sind mittlerweile bekannt und dokumentiert. Man vermutet sogar noch einmal die gleiche Anzahl von Züchtersorten, die nie offiziell als Sorte angemeldet wurden. Manche Quellen sprechen sogar von insgesamt bis zu 10 000 Tomatensorten weltweit.

Dabei finden wir die größte Vielfalt kultivierter Formen in Mittelamerika, wo Tomaten als „xitomatl“ von den Maya und anderen Völkern bereits 200 v. Chr. angebaut und kultiviert wurden.

Nach der Entdeckung der Neuen Welt (nach ersten Aufzeichnungen um 1516) kam die Tomate dann nach Europa, wurde dort jedoch nur als Zierpflanze kultiviert, da man den knallroten Früchten zunächst nicht traute.

Die Tomate (Lycopersicon esculentum) gehört zu den Nachtschattengewächsen, und deren Vertreter können, wie die Kartoffel oder die Tollkirsche, giftige Früchte haben. So sind auch unreife Tomaten aufgrund des enthaltenen Solanins nicht genießbar. Insofern war die Vorsicht gegenüber den Tomatenfrüchten durchaus angebracht.

Inzwischen weiß man aber, dass Tomaten sehr gesund sind, was nicht nur an den Vitaminen wie B1, B2, B6, C und E, Folsäure, Carotin, Mineralstoffen und Fruchtsäuren liegt. Besonders dem roten Farbstoff Lycopin schreibt man besondere Wirkungen zu: so soll Lycopin das Krebsrisiko senken, erhöhten Blutdruck normalisieren und Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Heute ist die Tomate weltweit verbreitet und Bestandteil vieler Nationalgerichte. Allein in Italien hat sie sich zu einem der wichtigsten Gemüse entwickelt. Und auch in Deutschland ist die Tomate zum Lieblingsgemüse geworden.

Wuchsformen der Tomatenpflanzen

Für den Anbau unterteilt man die normalen Gartentomaten zunächst in zwei Grundsorten: in unbegrenzt wachsende Sorten (Stabtomaten) und in begrenzt wachsende Sorten (Buschtomaten).

Stabtomaten - unbegrenzt wachsende Sorten

Unbegrenzt wachsende Pflanzen bilden in den Blattachseln neue Seitentriebe aus, die ihrerseits wieder neue Seitentriebe hervorbringen. Das geschieht praktisch unbegrenzt, bis es durch Nährstoffmangel, Krankheiten oder Frost unterbrochen wird. Deshalb müssen unbegrenzt wachsende Stabtomaten regelmäßig ausgegeizt werden, da sie sonst in die Breite wuchern. Dadurch würden sie sich nicht nur selbst beschatten, auch Feuchtigkeit könnte in den Fruchtständen schlechter abtrocknen, was das Risiko von Pilzbefall erhöht.

Im Garten werden Stabtomaten während der Vegetationsperiode oft über 2 m hoch. Kommerzielle Sorten im Gewächshaus können aber auch leicht die doppelte Höhe erreichen.

Buschtomaten - begrenzt wachsende Sorten

Buschtomaten sind Tomaten mit begrenztem Wachstum, die meist eine buschige Form entwickeln. Vor allem Wildtomaten können zu großen Büschen werden. Daneben gibt es auch kleinwüchsige Formen wie z. B. Ampeltomaten mit überhängendem Wuchs, die sich besonders gut für Balkonkästen, Töpfe und Ampeln eignen.

Formen und Farben der Tomaten

Innerhalb dieser Wuchsformen gibt es eine Vielfalt an Fruchtfarben und -formen. Unterschieden wird dabei in Rundtomaten, Flaschen- und Eiertomaten, Fleischtomaten und Ochsenherzen sowie in die kleineren Kirsch- und Cocktailtomaten.

Die Übergänge sind oft fließend und manche Sorten können nicht unbedingt einer dieser Formen zugeordnet werden. Zur allgemeinen Unterscheidung für Samen- und Pflanzenkauf ist diese Einteilung jedoch hilfreich.

Runde Tomaten

Die wohl bekannteste Tomate ist die klassische runde, die bei uns ganzjährig im Lebensmittelhandel über Gemüseimporte und Gewächshausanbau erhältlich ist. Weltweit gesehen macht sie geschätzt knapp ein Viertel des Tomatenanbaus aus.

Leider fehlt diesen auf Transport- und Lagerfähigkeit gezüchteten Sorten oft das typische Tomatenaroma, das bei ihren älteren Verwandten deutlich vorhanden ist. Für den Hausgarten können wir jedoch auch aus runden Tomaten geschmackvolle Sorten in unterschiedlichen Farben auswählen.

Flaschen- und Eiertomaten

Die bekanntesten Vertreter der länglichen Tomaten sind die „San Marzano“-Tomaten, die schon sehr lange in Süditalien kultiviert und verschiedentlich weiter gezüchtet wurden. Eine Zwischenform der runden Tomate und der Flaschentomate stellt die Eiertomate dar. Im Handel ist sie oft unter der Bezeichnung Romatomate zu finden. Beide Typen werden vorrangig als Soßentomaten verwendet, und auch hier sind einige der alten Sorten besonders aromatisch.

Fleischtomaten und Ochsenherzen

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um fleischige Tomaten mit wenig Kernen. Die Pflanzen bilden wenige, teils sehr große Tomaten aus. Exemplare mit über 1 kg sind - abhängig von der Sorte - keine Seltenheit. Fleischtomaten sind rund bis plattrund, Ochsenherzen weisen die typische Herzform auf.

Kirsch- und Cocktailtomaten

Hierbei handelt es sich um kleinfrüchtige Sorten, die meist unter der Bezeichnung Cherry- bzw. Kirschtomaten im Handel sind. Die verschiedenen Formen reichen von rund und oval über birnen- bis dattelförmig. Oft punkten diese kleineren Vertreter der Tomatenfamilie mit besonderer Süße. Daher werden sie auch Naschtomaten genannt und erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit.

Wildtomaten

Wildtomaten sind wenig züchterisch bearbeitet und kleinfrüchtige Sorten, besonders robust und gut für den Freilandanbau. Sie werden ohne oder mit nur wenig Ausgeizen als Buschform gezogen. Verschiedene Wildtomatensorten zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Braunfäule aus. Aus diesem Grund stellen Wildtomaten auch eine wichtige genetische Ressource für die Tomatenzüchtung dar.

Tomaten selbst anbauen

Standort

Tomaten lieben einen sonnigen und vor Regen geschützten Platz. In ihrer Heimat gedeihen Tomaten auch in trockenen Regionen wie den Küstenwüsten Mittelund Südamerikas. Daher kommen Tomaten mit Trockenheit wesentlich besser zurecht als mit dauerhafter Feuchtigkeit. Eine Überdachung, ein Platz an der Hauswand oder der Anbau im Gewächshaus, besonders bei empfindlichen Sorten, ist ideal. Im ungeschützten Freiland sollten nur robuste Sorten oder Wildtomaten gepflanzt werden.

Aussaat und Aufzucht

Die Aussaat erfolgt Mitte März am besten in Aussaatschalen an einem warmen, hellen Platz. Eine frühere Aussaat ist nur empfehlenswert, wenn beste Lichtverhältnisse für die jungen Pflanzen geboten werden können.

Eine Abdeckung der Pflanzgefäße mit Klarsichtfolie oder ein Anzuchtgewächshaus für die Fensterbank ist für die Zeit der Keimung günstig. Sind die Keimblätter erschienen, wird die Abdeckung entfernt. Ein so heller Platz wie möglich ist für die weitere Kultur unbedingt erforderlich. Nach drei bis vier Wochen werden die kleinen Pflänzchen in nährstoffreiche Erde pikiert.

Vor dem Auspflanzen nach den letzten Frösten ab Mitte Mai sollten die jungen Pflanzen schrittweise abgehärtet werden. Dazu kann man sie tagsüber bei guter Witterung nach draußen stellen.

Kraut- und Braunfäule – eine gefürchtete Pilzkankheit bei Tomaten

Ohne Überdachung oder Gewächshaus erweist sich Phytophthora infestans in unseren Breiten oft als problematisch. Dieser Pilz löst die Kraut- und Braunfäule aus, die häufigste Krankheit bei Tomaten. Er braucht für seine Entwicklung Feuchtigkeit und Temperaturen um 20 °C.

Im Freiland, wenn die Tomaten über längere Zeit anhaltender Feuchtigkeit ausgesetzt sind - dafür reicht manchmal auch schon reichliche Taubildung mit einem langsamen Abtrocknen der Pflanzen - findet der Pilz für seine Vermehrung die idealen Bedingungen. Blätter und Früchte weisen meist ab Mitte Juli bräunliche, später faulende Stellen auf.

Gerade in regenreichen Sommern kann die Braunfäule in kurzer Zeit ganze Bestände vernichten. Beachten Sie daher am besten folgende vorbeugende Maßnahmen:

  • Sonniger, regenarmer und luftiger Standort, sodass die Pflanzen nach Regen oder starker Taubildung schnell abtrocknen können
  • Großzügige Pflanzabstände einhalten und vor allem Pflanzen mit starker Seitentriebbildung regelmäßig ausgeizen
  • Tomaten nicht von oben über die Blätter und Früchte gießen
  • Tomaten nicht in der Nähe von Kartoffeln anbauen, da diese meist noch früher von Kraut- und Braunfäule befallen werden und dann den Pilz übertragen können.
  • (Stickstoff-)Überdüngung vermeiden, da das Gewebe von überdüngten Pflanzen anfälliger für Pilzkrankheiten ist.
  • Befallene Pflanzenteile und Früchte entfernen und entsorgen, nicht auf den Kompost geben
  • Für einen sicheren Ertrag möglichst unterschiedliche Tomaten und widerstandsfähige Sorten anbauen, da nicht alle Sorten gleichermaßen empfindlich auf den Pilz reagieren

Tomaten benötigen eine ausgewogene Düngung. Als Starkzehrer sind sie zwar für nährstoffreiche Erde und Düngegaben dankbar, eine Überdüngung mit Stickstoff ist jedoch zu vermeiden. Mit Stickstoff überdüngte Pflanzen bilden viel Blattmasse und wenig Blüten und Früchte. Die Früchte können bei einer Überdüngung außerdem harte, helle Stellen ausbilden.

Am besten die Tomatenpflanzen in Mutterboden oder Gemüseerde mit ausgereiftem Kompost pflanzen und regelmäßig mit einer Kräuterjauche aus Brennnessel und Beinwell versorgen. Brennnessel sorgt für ausreichend Stickstoff und Beinwell beinhaltet das blüten" und fruchtfördernde Kalium.

Sobald die Pflanzen am endgültigen Standort gut eingewurzelt sind, ist nur ein mäßiges Gießen erforderlich. Sie bilden ein tiefes Wurzelwerk, das auch mit vorübergehender Trockenheit zurechtkommt. Tomaten in Töpfen müssen hingegen regelmäßig gegossen werden, da der Wurzelballen nicht austrocknen darf.

Die meisten Tomatensorten benötigen eine Stütze, damit Triebe und Früchte nicht auf dem Boden liegen bzw. bei schwerem Fruchtbehang die Triebe brechen. Fur hochwachsende Sorten eignen sich die im Gartenhandel erhältlichen Spiralstäbe, in die der Haupttrieb Vorsichtig hineingedreht wird. Dennoch sollten die Triebe zusätzlich mit Bindedraht oder Klammern befestigt werden. Im Gewächshaus und Folientunnel können auch Schnüre zum Einsatz kommen, an denen die Triebe hochgeleitet werden.

Tomatenblüten brauchen für eine gute Befruchtung etwas Bewegung, was normalerweise der Wind übernimmt. Im geschützten Anbau kann man sich behelfen, indem man die blühenden Pflanzen regelmäßig vorsichtig schüttelt.

Tomaten ernten

Tomaten verändern mit der Reife ihre Farbe von grün zur sortentypischen Färbung. Diese kann je nach Sorte rot, orange, gelb, violett bis olivfarben oder grün sein. Bei dunklen Tomaten ist an der Sonnenabgewandten Seite in der Regel die Oliv- oder Violettfärbung nicht so stark ausgeprägt, sodass hier eine Veränderung von grün auf rot oder gelb beobachtet werden kann.

Am schwierigsten zu beurteilen ist der Reifezeitpunkt bei grünen Tomaten. Hier kann man die Früchte vorsichtig drücken, grüne unreife Tomaten fühlen sich noch hart an.

Cocktailtomaten und andere kleinfrüchtige Tomaten können meist mit der Hand direkt geerntet werden. Vor allem bei Fleischtomaten sollte jedoch der Fruchtstiel mit der Schere abgeschnitten werden, da die Früchte sonst leicht einreißen.

Tomaten sind frostempfindlich und werden bei uns nur einjährig kultiviert. Mit der herbstlichen Kälte und Feuchtigkeit sterben sie ab. Noch grüne und makellose Früchte können zum Nachreifen ins Haus geholt werden.

Grüne Tomaten sollten gar nicht bzw. in Chutneys nur in geringen Mengen verwendet werden, da sie den giftigen Stoff Solanin enthalten. Bei Farbumschlag zur Reife wird dieser Stoff in der Tomate dann abgebaut, erst dann kann die Frucht bedenkenlos verzehrt werden.

Tomaten vermehren

Tomaten sind eine gut geeignete Gemüseart für den Einstieg in die Samengärtnerei. Da die Samen zusammen mit den Früchten geerntet werden, muss man keine Pflanzen allein für die Samengewinnung anbauen. Zudem ist die Tomate kaum verkreuzungsgefährdet.

Allgemeines zur Vermehrung

Als Selbstbefruchter (Fremdbefruchtung durch Insekten kommt sehr selten vor) ist es möglich, mehrere Sorten im selben Garten anzubauen, ohne Verkreuzungen befürchten zu müssen. Steht außerdem ein anderes reichhaltiges Blühangebot im Garten zur Verfügung, sind Tomatenblüten für Hummeln und andere Insekten in der Regel nicht die erste Wahl.

Die Vermehrung sollte in Beständen von sechs bis zwölf Pflanzen erfolgen. Ein Bestand in dieser Größe erlaubt es, z.B. auf eine gute Krankheitstoleranz zu selektieren und gezielt robuste Pflanzen weiterzuvermehren. Im Einzelfall können jedoch auch von weniger Pflanzen oder Einzelfrüchten Samen genommen werden.

Tomatensamen ernten

Die Samen werden aus der reifen Tomate geerntet. Samen aus grünen, unreifen Früchten sind in der Regel nicht keimfähig. Die beste Methode, Tomatensamen zu reinigen, ist die Nassvergärung (siehe Seite 24). Die Samen sind mindestens fünf Jahre keimfähig.

Tomatensorten: Bunte Vielfalt im Tomatenbeet

Für den Hausgarten steht eine schier unüberschaubare Fülle an verschiedensten alten und samenfesten Sorten zur Verfügung. Die folgenden Sortenempfehlungen stellen nur einen minimalen Ausschnitt der großen Tomatenvielfalt dar. Bei der Auswahl sollten jedoch die Anbaubedingungen berücksichtigt werden, sodass empfindlichere Sorten überdacht oder im Foliengewächshaus kultiviert und nur robuste Sorten ins Freiland gepflanzt werden.

Die historischen Tomaten der Amish People

Die Amische oder Amish People sind eine Glaubensgemeinschaft ursprünglich vorwiegend aus dem süddeutschen und Schweizer Raum stammend, die sich 1693 von der Hauptgruppe der Mennoniten abgespalten haben und nach Amerika ausgewandert sind.

Dort führen sie auch heute noch ein stark landwirtschaftlich ausgerichtetes, traditionsbezogenes Leben. Die Auswanderer nahmen damals ihr Saatgut mit in die Neue Welt, wo sie es auch heute noch anbauen und vermehren. So gingen neben anderen Gemüsen auch verschiedene Tomatensorten mit den Amish People nach Amerika, blieben dort erhalten und sind zum Teil auch in Europa wieder erhältlich. Dazu gehören beispielsweise ‘Amish Salad', 'Amish Paste und die gelbfrüchtige Amish Yellow Giant'.

'Aunt Ruby's German Green'

Eine grüne, plattrunde Fleischtomate mit bei Reife gelbem bis lachsfarbenem Einschlag. Geschmacklich vereint sie das mild schmelzende Aroma vieler Fleischtomaten mit einer leichten fruchtigen Säure. In Verkostungen eine der besten Tomaten. Anbau am besten im Gewächshaus oder Folientunnel. Benannt ist sie nach Ruby Arnold aus Greenville, Tennessee, deren Großvater die Tomate aus Deutschland in die USA mitgebracht hatte.

'Auriga'

Sehr schöne Stabtomate mit hochrunden, auch innen intensiv orange gefärbten Früchten mit einem Durchmesser von ca. 5 cm. Robust, mit relativ guter Freilandeignung. Die Früchte sind saftig mit fester Schale und haben einen ganz besonderen aromatischen Tomatengeschmack. Die Pflanzen wachsen zu einer mittleren Höhe und sind auch für die Topfkultur geeignet.

'Black Cherry'

Wuchsfreudige, reich tragende Kirschtomate. Die dunklen, farblich ansprechenden Früchte verfügen fiber ein sehr würziges Aroma. Regengeschützter Anbau notwendig.

'Pink Brandywine'

Historische, kartoffelblättrige Fleischtomate mit großen rosa gefärbten Früchten mit einem uneinheitlichen Gewicht bis zu 500 g. Hervorragender mildschmelzender und aromatischer Geschmack. Kultur an warmen, occhützten Plätzen mit Überdachung oder im Gewächshaus. Regelmäßig ausgeizen. Eine ähnliche Sorte ist “Berner Rosen'.

'De Berao, rot'

Eine hochrote Eiertomate mit hohem Ertrag. Die hochwachsenden Pflanzen sind relativ tolerant gegenüber Krautfäule. Platzer um den Stielansatz, die bei Dauerregen auftreten, vernarben meist bei trockener Witterung wieder. Gute Soßen- und Trockentomate, makellose grüne Früchte reifen außerdem im Lager gut nach. Von De Berao' gibt es Farbvarianten in Gelb, Braun und Rosa. Eine weitere robuste Züchtung aus 'De Berao’ ist Quadro”.

'Gelbe Dattelwein'

Enorm ertragreiche, süße, gelbe Cocktailtomate. Die fächerförmigen Rispen tragen viele ovale bis birnenförmige Früchte. Regengeschützter Anbau empfohlen. Vergleichbar ist ‘Malschor Isura' aus Russland.

'German Gold'

Attraktive gelbe Fleischtomate mit oranger Flammung. German Gold' ist wohl eine alte deutsche Sorte, die mit Auswanderern in die USA kam, dort erhalten geblieben ist und dann sozusagen reimportiert wurde. Die Pflanzen bilden unterschiedlich große Früchte, wobei einzelne Tomaten bis zu 1 kg wiegen können. Sehr teiner fruchtig-aromatischer Geschmack. Gewächshausanbau empfohlen. Eine ähnliche, etwas kleinere Sorte ist Ananastomate'.

'Green Zebra'

Die runden, gestreiften Früchte von Green Zebra' bleiben im reifen Zustand grün bis grüngelb. Guter, saftiger Geschmack bei relativ dünner, jedoch gut platzfester Schale. 'Green Zebra' ist eine neuere Züchtung des amerikanischen Tomatenzüchters Tom Wagner aus dem Jahr 1983.

'Humboldtii'

Wildtomate mit bis zu 3 cm großen roten, wohlschmeckenden Früchten. Stark wachsend und reich tragend. Die Pflanzen werden zu großen Büschen und sind nicht für das Gewächshaus geeignet. Anzucht am Spalier oder an Gerüsten, nicht ausgeizen. Sehr hohe Widerstandsfähigkeit gegen Krautfäule und lange Ernte bis zum Frost. Beste Wahl für den Freilandanbau. Weitere Wildtomatensorten sind ‘Bianca Cherry, Rote Murmel', 'Golden Currant'.

'Pendulina'

Gelbe, wohlschmeckende Ampeltomate. Die bei Vollreife dottergelben Früchte mit Spitze haben eine Größe von etwa 2,5 cm im Durchmesser. Eine frühe Sorte mit kurzer Vegetationsperiode. Bei Aussaat Anfang März kann oft schon im Juni geerntet werden. Gut geeignet für Balkonkästen, Ampeln und Töpfe. Ampeltomaten werden nicht ausgegeizt. Weitere Sorten sind z. B. “Himbeerrose' oder 'Sub Arctic Cherry'.

‘Zuckertraube'

Reich tragende rote Cherrytomate mit sehr gutem Geschmack. Die Pflanzen bilden lange Trauben mit kleinen, aromatischen Früchten. Für Gewächshausanbau oder regenarmen Freilandstandort.

'Purple Calabash'

Geschmackvolle historische Fleischtomate, die wohl schon im 16. Jahrhundert bekannt war. Große purpurbis olivfarbene und teils gerippte Früchte an robusten Pflanzen. Eine ähnliche und ebenfalls sehr geschmackvolle Sorte ist Cherokee Purple', die außerdem für eine Fleischtomate recht frühreifend ist.

'Ruthje'

Schöne, leuchtend rote Tomate, rund mit leichter Herzform und besonders gutem Geschmack. Die festen Früchte halten sich lange an der Pflanze und sollten erst vollreif geerntet werden. Etwas empfindliche Sorte, daher ist ein geschützter Anbau im Folientunnel oder unter Glas empfehlenswert.

‘Striped Roman'

Rote Flaschentomate mit wunderschöner gelber, längsgestreifter Zeichnung. Die festfleischige Frucht mit Spitze kann bis zu 12 cm lang werden. Relativ schmaler und filigraner Wuchs. Tolle Rarität sowohl bezüglich der Streifen und der Fruchtform als auch des Geschmacks.

Über die Autorin Karin Ott

Als leidenschaftliche Gärtnerin und Inhaberin eines Online-Shops für essbare Blüten schreibt Karin auf fleurcuisine.de über ihre persönlichen Erfahrungen direkt aus ihrem Garten.

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