Essbare Vergissmeinnicht Blüten auf Gebäck

Sind Vergissmeinnicht essbar oder giftig?

Haben Sie auch Vergissmeinnicht in Ihrem Garten? Diese kleinen, ein- oder zweijährigen Schönheiten erweisen sich als sehr fruchtbar! Die Samen des Vergissmeinnicht können z.T. bis zu 30 Jahre lang im Boden verharren, bis sie sich wieder zum Keimen entschließen.

​Vielleicht habe Sie sich auch schon gefragt: „Kann ich Vergissmeinnicht eigentlich essen“? Immerhin gibt es zumindest in meinem Garten Hunderte von Pflanzen, die sich gut auf einem Salat machen würden. Also schauen wir mal, ob Vergissmeinnicht essbar sind…

Kann man Vergissmeinnicht essen?

Ja, Vergissmeinnicht sind tatsächlich essbar! Nachdem sich diese hübschen Pflanzen mit ihren kleinen blauen Blüten in meinem Garten ausgebreitet hatten, wollte ich sie nicht einfach herausreißen. Also rechechierte und testete ich, wie sich die Vergissmeinnicht in meiner Blütenküche machen würden.

Es stellte sich heraus, dass speziell die Blüten des Wald-Vergissmeinnicht (myosotis sylvatica) durchaus essbar sind und jeder Speise eine ganz dezente feine Note geben können.

​Die Wirkung des Vergissmeinnicht auf den Körper

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    ​beruhigend
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    ​entzündungshemmend
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    ​zusammenziehend (astringierend)
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    tonisierend

Essbare Vergissmeinnicht-Blüten verweden

Vergissmeinnicht (M. sylvatica) sind also tatsächlich essbar. Sie finden sie vor allem an schattigen, feuchten und humusreichen Standorten, wie sie eben überwiegend im Wald vorkommen.

Wenn Sie sich sicher sein können, dass die Vergissmeinnicht während des gesamten Wachstums keinen Pestiziden ausgesetzt wurden, können Sie sie einfach über Ihre Speisen streuen. Sie sind für jeden Salat oder sogar Gebäck einen wundervoller Farbtupfer!

Ebenso eignen sie sich ausgezeichnet als kandierte Blüten oder für Blüten-Eiswürfel.

Eiswürfen mit Vergissmeinnicht Blüten

​Vergissmeinnicht On The Rocks! Gefunden auf The Flower Deli

Vorsicht giftig? Nicht alle Vergissmeinnicht sind unbedenklich!

Tortz der Tatsache, das Vergissmeinnicht als essbar gelten, sollten Sie es vermeiden, größere Menge dovin zu essen. Sie enthalten nämlich geringe Mengen an Pyrrolizidin, einem sekundären Pflanzenstoff, der z.B. auch im Borretsch vorkommt. Damit schützen sich die Pflanzen vor Fressfeinden.

Pyrrolizidin-Alkanoide (PA) gelten als bedenklich, da sie über einem gewissen Grenzwert toxisch wirken können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, eine Tageszufuhr von 0,007 µg ungesättigterPyrrolizidinalkaloide je Kilogramm Körpergewicht nicht zu überschreiten.

Mit dem weit verbreiteten Wald-Vergissmeinnicht hatte ich persönlich noch keine Probleme, auch Kinder oder Haustiere müssten schon sehr große Mengen an diesen Blüten verzehren, um den kritischen Wert zu überschreiten.

Anders sieht es bei dem China-Vergissmeinnicht (Cynoglossum amabile) und dem laubblättrigen Kanarischen Vergissmeinnicht (Myosotis latifolia) aus: diese gelten bereits als moderat giftig z.B. für Weidetiere. Das China-Vergissmeinnicht, wegen seiner flauschigen Blätter oft auch als Hundezunge bezeichnet, ist eigentlich kein Vergissmeinnicht, sondern sieht nur so ähnlich aus.

Über die Autorin Karin Ott

Als leidenschaftliche Gärtnerin und Inhaberin eines Online-Shops für essbare Blüten schreibt Karin auf fleurcuisine.de über ihre persönlichen Erfahrungen direkt aus ihrem Garten.

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